| | Das Global Positioning System besteht
operationell aus 24 Satelliten, die sich in Umlaufbahnen ca. 20200 km
über der Erdoberfläche befinden. Die Bahnhöhe
ist so gewählt, dass die Satelliten einen halben
Sterntag (11 Stunden und 58 Minuten) für eine Umkreisung
benötigen. Die Bahnen sind gegenüber dem äquator um
55° geneigt und die Satelliten bevölkern sechs Bahnebenen,
die in geographischer Länge jeweils 60° auseinander
liegen.
Seit Wegfall der Selective Availability, einer beabsichtigten
Verschlechterung der Satelliten-Signale durch das US-Militär, am
2. Mai 2000, lässt sich mit einem GPS-Empfänger im Mittel
die Position horizontal auf 22 m und vertikal auf 27.7 m genau
bestimmen. Moderne 12-Kanal-GPS-Empfänger verbessern diese
Genauigkeit durch gleichzeitige Auswertung von bis zu 12
Satelliten-Signalen, so dass die Unsicherheit für den Ort im
Bereich von 10 m und für die Höhe bei ca. 15 m liegt. Die
Höhenbestimmung ist dabei im Vergleich zum barometrischen
Höhenmesser von Wetterentwicklungen unabhängig.
Die GPS-Satelliten senden auf zwei Frequenzen im Mikrowellen-Bereich
(1575.42 MHz und 1227.60 MHz). Dadurch kann die
Laufzeit-Verzögerung der Signale beim Durchlaufen der
Ionosphäre der Erde berücksichtigt werden.
(dro) | |